Lasersintern

    Eine Technologie revolutioniert die Fertigungstechnik.

    Ob es sich um einfache Teile in kleiner Stückzahl handelt, um komplexe Serien-Bauteile mit intelligenten Funktionalitäten oder um aufwändige Prototypen: Im Beratungsgespräch zeigen wir Ihnen die Vorteile und Möglichkeiten der Technologie auf. Und wir fertigen Ihre Lasersinterteile aus Kunststoff – auf modernen Anlagen in Top-Qualität.
    Selektives Lasersintern (SLS) ermöglicht es, beliebige dreidimensionale Konstruktionen in einem Arbeitsschritt ohne Werkzeug komplett aufzubauen. Selbst Hinterschneidungen, innenliegende Funktionselemente oder komplexeste Strukturen sind möglich – wobei die Komplexität keine Mehrkosten verursacht. Zusammen mit einer lasersintergerechten Konstruktion lassen sich so Kleinserien oder individualisierte Bauteile in beliebigen Stückzahlen wirtschaftlich produzieren.
    Als erfahrener Technologiepartner mit fundiertem Konstruktions-Know-how zeigen wir Ihnen die Chancen und Vorteile der Lasersintertechnik auf. Dabei beginnt unsere Arbeit für Sie weit vor der Produktion der Bauteile in unserem Hause. Die Beratung rund um das Verfahren und die technologiegerechte Konstruktion, zu optimalen Werkstoffen und zu erforderlichen Nachbearbeitungsverfahren gehört für uns zu den wesentlichen Punkten unseres Angebots.
    Die Qualität der Lasersinterteile steht und fällt mit der Qualität des Maschinenparks. Deshalb investieren wir regelmäßig in Maschinen der neuesten Generation. Die optimierten und weiterentwickelten Maschinen ermöglichen es, das Angebot an Lasersinterteilen weiter auszubauen. Auch die Stärken der speziell für das Lasersintern entwickelten Kunststoff-Pulver können mit einem modernen Maschinenpark optimal genutzt werden.

    Consulting

    Erklären, wo der Vorteil liegt

    Die umfassende Beratung rund um das Thema Lasersintern gehört zu unserem täglichen Geschäft. Dabei zeigen wir auch auf, welche Bauteile sich fürs Lasersintern eignen, wo sich Konstruktionen verbessern lassen und wo es weiteres Optimierungspotenzial gibt.
    Nahezu jede Produktidee lässt sich mit Lasersintern realisieren. Als qualifizierte Ingenieure und Techniker zeigen wir Ihnen das Potenzial der relativ jungen Fertigungstechnologie auf. Dabei regen wir nicht nur Änderungen der Konstruktionen an. Wir geben Ihnen auch konkrete Anleitungen an die Hand, welche spezifischen Anforderungen an eine Konstruktionszeichnung für die Lasersinterfertigung gestellt werden (Stichworte: Markieren der Baulage, Toleranzen), wie eine Lasersinterkonstruktion optimal umgesetzt wird und wo die wesentlichen Vor- und Nachteile liegen.
    Durch unsere Zusammenarbeit mit Hochschulen und Forschungsinstituten sorgen wir für den Know-how-Transfer: aus der Praxis in die Lehre und aus der Lehre in die Praxis. Denn wir sind überzeugt, dass Lasersintern zukünftig einen höheren Stellenwert erlangen wird als etablierte Fertigungsverfahren, u.a. Drehen, Fräsen oder Spritzgießen.

    Anwendungsgebiete

    Additive Manufacturing liefert passende Lösungen

    Ob Einzelstück oder Serienteile, ob einfache Formen, individualisierte Bauteile oder komplexe Konstruktionen: Die Lasersintertechnologie ermöglicht es, einsatzfertige Komponenten für jedwede Branche herzustellen.
    Längst sind es nicht nur Prototypen, die sich mit Lasersintern schnell und detailgetreu herstellen lassen. Die Flexibilität des auf Lasersintern basierenden Rapid Manufacturing – auch als e-Manufacturing bezeichnet – ermöglicht es, einsatzfertige Teile in beliebigen Stückzahlen wirtschaftlich herzustellen: von Stückzahl eins bis 1000 und mehr. Auch bei schwer vorhersagbaren Lebenszyklen der Produkte oder beim Nachbau nicht mehr produzierter Ersatzteile (spare parts on demand) lohnt sich das werkzeuglose Fertigungsverfahren. Denn die Kosten für teure Formen oder Werkzeuge entfallen. Zudem unterstützt das Additive Manufacturing den Time-to-market-Gedanken, indem selbst nach der Produkteinführung problemlos Änderungen vorgenommen werden können.
    Der Komplexität der Konstruktion sind dabei keine Grenzen gesetzt. Ob einfaches Gehäuse, kleine Kunststoffteile mit unterschiedlichen Funktionen oder komplexe Teile, die mehrere Funktionen in sich vereinigen: Das generative bzw. additive Fertigungsverfahren bietet sich als Lösung an – für alle Branchen.

    Nachbearbeitung

    Finish ganz nach Kundenwunsch

    Mit der Nachbearbeitung bieten wir eine Vielzahl an Verfahren und Dienstleistungen an. Sie optimieren kundenspezifisch die optischen und funktionalen Eigenschaften der Lasersinterteile für den jeweiligen Einsatz.

    Um die Bauteile zu reinigen, ist nach dem Lasersinterprozess das Glasperlenstrahlen obligatorisch. Je nach Anforderung schließen sich weitere Verfahrensschritte an, die wir im Beratungsgespräch mit unseren Kunden festlegen. Neben unserem eigenen, umfangreichen Spektrum an Verfahren und Dienstleistungen arbeiten wir mit zuverlässigen Partnern zusammen. So können wir alle nachgefragten Nachbearbeitungsverfahren aus einer Hand anbieten. Zusätzlich zur Oberflächenveredelung übernehmen wir auf Kundenwunsch weitere Arbeitsschritte wie Montage oder Versand zum Endkunden.

    Beispiel Lasersintern Nachbearbeitung Färben

    Einfärben

    Mit Hilfe eines Tauchverfahrens erhalten die Teile ihre spezifische Farbe.

    Besonders für Serien- und Funktionsteile ist das Einfärben die geeignete Technologie. Denn anders als beim Lackieren oder Pulverbeschichten findet hierbei kein Materialauftrag statt. Dabei dringt die Farbe auch in jede Ritze. Obwohl die Teile nicht durchfärben (Farb-Eindringtiefe: 0,2 bis 0,3 mm), wird eine hohe Abriebbeständigkeit der Farbe erreicht. Durch das Einfärben bleiben sonstige Bauteileigenschaften unverändert.

    Nahezu jede gewünschte Farbe ist möglich. Allerdings sollte bei exakten RAL-Tönen und besonders bei helleren Farben sowie bei großen Serien anhand von Mustern das Farbergebnis überprüft und optimiert werden. Die Farbwirkung ist abhängig von der Oberflächenbeschaffenheit eines Lasersinterteils, die je nach Lage der Fläche im Bauprozess variiert.

    Das Einfärben lässt sich gut mit dem Gleitschleifen und Infiltrieren kombinieren.

    Beispiel Lasersintern Nachbearbeitung Gleitschleifen

    Gleitschleifen

    In einem Rund- oder Trogvibrator bearbeiten spezielle Schleifkörper die Bauteiloberfläche. Dabei steuern Zeit, Compound und Wasser das Bearbeitungsergebnis.

    Durch das Gleitschleifen entstehen besonders glatte Oberflächen, wie sie z.B. die Lebensmittelindustrie fordert. Denn glatte Oberflächen lassen sich leichter reinigen. Kleine Löcher, Aussparungen oder innenliegende Strukturen bleiben allerdings unbehandelt. Auf Wunsch wird mit dem Gleitschleifen die Haptik des Bauteils gezielt verändert.

    Bei größeren Serien werden generell das Schleifergebnis und die passende Größe des Schleifmittels getestet. Andernfalls können dünne, filigrane Teile eines Bauteils beschädigt werden.

    Das Gleitschleifen lässt sich gut mit dem Einfärben kombinieren

    Beispiel Lasersintern Nachbearbeitung Infiltrieren

    Infiltrieren

    Das Eintauchen der Bauteile in ein Bad aus farblosem Epoxidharz oder das Besprühen mit dem Harz imprägniert die Oberfläche.

    Nach dem Infiltrieren sind dünnwandige Teile gas- und flüssigkeitsdicht. Dadurch sinkt auch die Wasseraufnahme während des Einsatzes in feuchter Umgebung. Das Harz dringt in die Oberfläche der Lasersinterteile ein und versiegelt sie, ohne Materialauftrag. Das Infiltrieren lässt sich gut mit dem Einfärben kombinieren.

    Beispiel Lasersintern Nachbearbeitung Beflocken

    Beflocken

    Die gereinigten Bauteile erhalten eine Klebstoffschicht, auf der die Flocken aufgetragen werden. Nach dem Trocknen werden die losen Flockfasern abgeblasen oder abgesaugt.

    Ob von der Funktion her erforderlich oder aber aus optischen Gründen: Nach dem Beflocken weisen die Bauteile eine samtweiche Oberfläche auf. Die Flockschicht dämpft Geräusche und isoliert die Teile gegen Kälte und Wärme. Zudem verbessern sich Haptik und Gleiteigenschaften. Beflockt werden u.a. die Kontaktflächen an empfindlichen Bauteilen in Montagevorrichtungen.

    Die standardmäßig große Farbauswahl erweitert sich bei größeren Stückzahlen. Beliebige Farben sind in diesen Fällen mischbar.

    Beispiel Lasersintern Nachbearbeitung Füllern und Schleifen

    Füllern und Schleifen

    Nach dem Aufsprühen eines 2K-Grundfüllers werden die Teile lackierfertig geschliffen. Bei Bedarf werden die Bearbeitungsschritte wiederholt.

    Für das einwandfreie Aussehen lackierter Flächen müssen diese vorher gefüllert und anschließend sorgfältig geschliffen werden. Diese Oberflächenbearbeitung kommt vor allem bei Prototypen zum Einsatz. Bei großen, mehrteiligen Prototypen kann es sinnvoll sein, die Übergänge vorher zu spachteln.

    Beispiel Lasersintern Nachbearbeitung Lackieren

    Lackieren

    Die gereinigten, staubfreien Teile werden nach Vorgabe in dem gewählten Farbton lackiert. Es schließt sich die Trocknung an der Luft oder (schneller) in der Trockenkammer an.

    Die Auswahl des Lacks hängt von den Anforderungen des Einsatzes ab. Möglich sind 1K- und 2K-Lacksysteme auf Hydro- oder Lösemittelbasis. Zur Auswahl stehen auch spezielle Feuerschutzlacke. Die optische Wirkung der lackierten Oberflächen ist so vielfältig wie das Angebot der Lacke: z.B. matt, glänzend, gummiartig, strukturiert oder anderes. Der Farbwahl können die Farbtabellen von RAL, HKS oder anderen zugrunde liegen.

    Sowohl gefüllerte als auch rohe Sinterteile können lackiert werden.  Das Lackieren lässt sich mit dem Infilltrieren kombinieren

    Beispiel Lasersintern Nachbearbeitung Chrom Optik

    Chrom-Optik

    Nach dem sorgfältigen Füllern der Teile werden diese sehr fein geschliffen und lackiert. Die anschließend aufgetragene dünne Silberschicht (1 µm) wird mit einem Schutzlack versiegelt.

    Mit dem exklusiven Verfahren erhalten ausgewählte Komponenten von Prototypen einen chromähnlich wirkenden Überzug. Aufgrund der µm-dünnen Schicht bleiben feine Oberflächenstrukturen oder Schriften erhalten. Das schnelle und flexible Verfahren ermöglicht Korrekturen am Bauteil während des gesamten Prozesses.

    Da es sich um keine echte Chromschicht handelt, ist das Verfahren für Funktions- oder Serienteile ungeeignet.

    Beispiel Lasersintern Nachbearbeitung Metallisieren

    Metallisieren

    Lasersinterteile erhalten in einem speziell angepassten Galvanikprozess eine Metallschicht in der gewünschten Schichtdicke.

    Mit dem Metallisieren lassen sich elektrisch leitfähige Schichten aufbringen sowie die mechanischen und optischen Eigenschaften der Bauteile verbessern: die Verschleißfestigkeit und die Beständigkeit gegen Alterungsprozesse steigen. Dank der Metallschicht werden die Teilen resistenter gegen kurzzeitige Einwirkung höherer Temperaturen und sind leichter zu reinigen.

    Für das Metallisieren steht eine Vielzahl an Metallen zur Verfügung: z.B. Nickel, Kupfer, Silber oder Gold.

    Beispiel Lasersintern Nachbearbeitung Thermisches Entgraten

    Thermisches Entgraten

    Alle noch vorhandenen Grate des Bauteils verbrennen in einer mit einem Sauerstoff-Brenngas-Gemisch gefüllten Entgratkammer. Die Oberflächen werden geglättet

    Auch schwer zugängliche Stellen werden mit diesem Verfahren schnell und sicher erreicht. Das Bauteil erwärmt sich während des wenige Millisekunden dauernden Prozesses nur wenig. Je nach Bauteilgeometrie sind vorherige Tests notwendig.

    Beispiel Lasersintern Spanende Nachbearbeitung

    Spanende Nachbearbeitung

    Dazu zählen die bekannten Verfahren wie Drehen, Fräsen, Bohren, Reiben oder Gewinde schneiden.

    Beispielsweise werden Löcher aufgebohrt bzw. kalibriert. Bohrungen werden exakt auf Maß gerieben, Gewinde können neu eingebracht oder nachgeschnitten werden. Dort wo genaue Passmaße eingehalten werden müssen, werden die Lasersinterteile spanabhebend nachbearbeitet. Besonders gute Ergebnisse lassen sich bei Bauteilen aus dem Werkstoff Alumide erzielen.

    Beispiel Lasersintern Nachbearbeitung Einbringen von Gewinde / Gewindeeinsätzen

    Einbringen von Gewindeeinsätzen

    Ab der Gewindegröße M3 können diverse Gewindeeinsätze in das Lasersinterteil eingebracht werden. Auch Zoll Gewinde sind möglich.

    In Lasersinterteilen aus Kunststoff sorgen Gewindeeinsätze für die erforderliche Stabilität. Das gilt insbesondere bei Funktionsgewinden oder kleineren Gewinden mit höherer Belastung.

    Beispiel Lasersintern Nachbearbeitung Montage

    Montage

    Komplette Teile oder Baugruppen werden montiert oder konfektioniert, Komponenten werden eingepasst, einzelne Teile.

    Komplett konfektionierte Komponenten oder Bauteile werden verpackt und im Namen des Auftraggebers an die Endkunden versandt.

    Beispiele/Referenzen

    Die folgenden Beispiele geben einen Eindruck von der Leistungsfähigkeit des Lasersinterns. Der Vielfalt sind keine Grenzen gesetzt.

    Lasersintern Beispiele gefärbte SLS Teile

    Und wenn es einmal farbig sein soll... Färben ist nur eines von vielen möglichen Finishings.

    Lasersintern Beispiele SLS Teile gefärbt mit Feder Gewinde und Klappmechanik

    Flexible Klappmechnik, Feder, Gewinde und Klickverschluss. In einem Schritt gefertigt.
    Unser beliebtestes Musterteil das schnell verdeutlicht wo die Stärken von SLS liegen.

    Lasersintern Beispiele filigranes SLS Teil

    Filigran, stabil und doch flexibel - typische Eigenschaften beim SLS.

    Lasersintern Beispiele SLS Teile aus PA 2200

     

    Zipper

    PA 2200
    Serienteil
    Kein Montageaufwand durch Nutzung der maximalen konstruktiven Freiheitsgrade

     

     

    Lasersintern Beispiele SLS Teile Miniatur Einkaufskorb

     

    Funktionstüchtig wie ein Großer...

    aber klein wie eine Streichholzschachtel. Unser Musterteil verdeutlicht die Möglichkeiten im SLS.

     

     

    Lasersintern Beispiele SLS Teil Akkugehäuse aus PA 2200 gefärbt

     

    Akkugehäuse, 5-teilig

    PA 2200, schwarz und rot eingefärbt
    Prototypen für Präsentation und Echtteile für Serienstart
    Verkürztes „Time to Market“ durch seriennahe Eigenschaften

     

     

    Lasersintern Beispiele SLS Teil Gehäuse für Bedienelement aus PA 2200 gefärbt

     

    Gehäuse für Bedienelemente,
    2-teilig

    PA 2200, schwarz eingefärbt
    Serienteil
    Wirtschaftliche Serienfertigung durch intelligente technische Lösung

     

     

    Lasersintern Beispiele SLS Teil Elektronikgeäuse aus PA 2200

     

    Elektronikgehäuse, 2-teilig

    PA 2200, schwarz gefärbt
    Serienteil
    Keine Lagerhaltungskosten durch „Just in Time“, wirtschaftliche Produktion trotz schwer vorhersehbarer Nachfrage

     

     

    Technologie

    Schicht für Schicht zum Produkt

    Ein 3D-CAD-Modell, Kunststoffpulver und eine Lasersintermaschine: vereinfacht dargestellt, sind das die Komponenten, die für das Lasersintern benötigt werden. Schnell und wirtschaftlich entstehen Serienteile aus Kunststoff in jedweder Form. Denn das Lasersintern arbeitet werkzeug- bzw. formenlos.

    Beim selektiven Lasersintern handelt es sich um ein generatives Schichtbauverfahren. Damit lassen sich sowohl einfache als auch hochkomplexe Bauteile (vom Einzel- bis zum Serienteil) herstellen. Dazu wird aus den Daten eines 3D-CAD-Modells ein STL-File exportiert. Die daraus generierten Schichtdaten (SLI-Daten) werden auf die Lasersinter-Maschine übertragen und steuern den Laserstrahl.

    In der Maschine wird eine Schicht des Kunststoffpulvers auf die Bauplattform aufgetragen und auf rund 170 °C vorgeheizt. Anschließend schmilzt der Laserstrahl die Schicht entsprechend der Konstruktionsdaten auf. Nun senkt sich die Bauplattform leicht ab (typisch: 0,1 bis 0,12 mm) und eine neue Pulverschicht wird eingebracht und aufgeheizt. Auch diese schmilzt der Laser gemäß der SLI-Vorgaben auf und verbindet sie gleichzeitig mit der vorherigen. Da die Bauteile schichtweise aufgebaut werden, lassen sich mit dem Lasersintern innenliegende Strukturen und Hinterschneidungen sowie ineinander verschachtelte, unterschiedliche Bauteile in einem Arbeitsgang fertigen.

    Das additive Fertigungsverfahren arbeitet ausgesprochen wirtschaftlich und bietet konstruktive Freiheiten, die mit anderen Fertigungsverfahren nicht möglich sind.

    Selektives Lasersintern Konstruktion CAD

    Konstruktion

    Das Bauteil wird als 3D-Modell lasersintergerecht konstruiert.

    Selektives Lasersintern STL Daten Export

    STL-Daten exportieren

    Der aus den CAD-Daten generierte STL-File wird in den virtuellen Bauraum der Lasersintermaschine positioniert. Dieser wird dann in Schichtdaten zerlegt, die an die Lasersintermaschine übertragen werden.

    Selektives Lasersintern Pulverauftrag und Vorheizen

    Pulverauftrag

    Nach dem Übertragen der Schichtdaten auf die Lasersintermaschine wird eine Schicht des Kunststoffpulvers auf die Bauplattform aufgebracht und auf rund 170 °C vorgewärmt.

    Selektives Lasersintern Sintervorgang

    Sintervorgang

    Entsprechend der Schichtdaten steuert ein Scanner die Bahn des Lasers, der lokal das Kunststoffpulver aufschmilzt.

    Selektives Lasersintern Auftragen der neuen Pulverschicht

    Neue Pulverschicht

    Vor dem erneuten Auftragen einer Pulverschicht wird die Bauplattform abgesenkt (typisch: 0,1 bis 0,12 mm). Die neue Pulverschicht wird wieder vorgewärmt.

    Selektives Lasersintern Sintervorgang

    Sintervorgang

    Der Laser schmilzt lokal die neue Pulverschicht und verbindet sie mit der vorherigen. Bis zur Fertigstellung der Bauteile im Bauraum wiederholen sich die Schritte „Absenken der Bauplattform“, „Auftragen des Pulvers und Aufheizen“ sowie „Aufschmelzen der neuen Schicht“.

    Maschinen

    Vielfalt sichert Flexibilität und Schnelligkeit

    Um die Fortschritte der Lasersintertechnologie vollständig zu nutzen, ist – neben dem produktionstechnischen Know-how – ein moderner Maschinenpark unumgänglich. Denn in dem Maß, in dem sich die Technologie verbessert, verbessern sich Produktion und Qualität der Teile.

    EOSINT P 760 Lasersintern Maschine von EOS

    EOSINT P 760 (eine Maschine)

    • Bauraum: 700 x 380 x 580 mm
    • Schichtdicken: 0,12 mm, möglich sind auch 0,1 mm 
    • minimale Wandstärke für senkrechte Wände: 0,6 mm
    • verbessertes, automatisches Pulvermanagement IPCM+
    • exzellente Oberflächen durch LaserOptikModul
    • geeignet für große Prototypen und Serienteile in großen Stückzahlen

     

    EOSINT P 395 Lasersintern Maschine von EOS

    EOSINT P 395 (zwei Maschinen)

    • Bauraum: 320 x 320 x 600 mm
    • Schichtdicken: 0,1 und 0,12 mm 
    • minimale Wandstärke für senkrechte Wände: 0,6 mm
    • verbessertes, automatisches Pulvermanagement IPCM+
    • weiter verbesserte Oberflächenqualität durch neues LaserOptikModul
    • geeignet für Prototypen und Serienteile in großen Stückzahlen

     

    Formiga P 110 Lasersintern Maschine von EOS

    FORMIGA P 110 (eine Maschine)

    • Bauraum: 200 x 250 x 330 mm
    • Schichtdicke: 0,1 mm
    • minimale Wandstärke für senkrechte Wände: 0,4 mm
    • optimierte Heizungsregelung verringert den Verzug und verkürzt die Bauzeit
    • verbessertes, automatisches Pulvermanagement IPCM+
    • exzellente Oberflächenqualität
    • geeignet für kleine, filigrane Teile mit sehr hohen Genauigkeitsanforderungen

     

    Formiga P 100 Lasersintern Maschine von EOS

    FORMIGA P 100 (zwei Maschinen)

    • Bauraum: 200 x 250 x 330 mm
    • Schichtdicke: 0,1 mm
    • minimale Wandstärke für senkrechte Wände: 0,4 mm
    • verbessertes, automatisches Pulvermanagement IPCM+
    • exzellente Oberflächenqualität
    • geeignet für kleine, filigrane Teile

     

    Werkstoffe

    Hochwertige Kunststoffe für Lasersinterteile

    Lasersinterteile aus Kunststoff basieren derzeit überwiegend auf Poylamid (PA) – einem hochwertigen technischen Kunststoff, der für die Qualität der Lasersinterteile steht. Nahezu alle auf dem Markt verfügbaren Lasersinterwerkstoffe werden von uns verarbeitet. Dabei handelt es sich meist um mehr oder weniger weiße Werkstoffe. Deshalb werden farbige Lasersinterteile in einem separaten Produktionsschritt nachträglich lackiert oder eingefärbt. Für Funktions- oder Serienteile, ist das Einfärben zu bevorzugen.

    Lasersintern Werkstoff PA 2200

    PA 2200

    basiert aufPA12
    Konsistenzpulverförmig
    Farbeweiß

    Eigenschaften 

    hohe Festigkeit und Steifigkeit
    (Auswahl)gute Chemikalienbeständigkeit
    hohe Langzeitstabilität

    Besonderheiten

    biokompatibel
    zertifiziert für Lebensmittelkontakt
    sehr gutes Preis-Leistungs-Verhältnis

    Die ausgewogenen Eigenschaften des PA 2200 ermöglichen ein breites Einsatzspektrum. Typische Anwendungen sind voll funktionsfähige Prototypen und Serienteile.

    Detaillierte Informationen entnehmen Sie bitte dem Materialdatenblatt.

    Lasersintern Werkstoff PA 3200 GF

    PA 3200 GF

    basiert auf PA12
    Konsistenz pulverförmig
    Farbe weiß

    Eigenschaften 

    sehr hohe Steifigkeit
    (Auswahl) hohe Verschleißfestigkeit
    verbessertes Temperatureigenschaftsprofil
    kurzzeitig thermisch hoch belastbar
    konstantes Langzeitverhalten

    Besonderheiten

    gefüllt mit Glaskugeln

    Typische Anwendungen sind Funktions- oder Serienteile, bei denen u.a. eine hohe Wärmeformbeständigkeit gefordert ist. PA 3200 GF ist auch sehr gut geeignet für Designmodelle mit hoher Detailauflösung und Oberflächenanforderung.

    Detaillierte Informationen entnehmen Sie bitte dem Materialdatenblatt.

    Lasersintern Werkstoff PA 2210 FR

    PA 2210 FR

    basiert auf PA12
    Konsistenz pulverförmig
    Farbe leicht gelb

    Eigenschaften 

    schwer entflammbar
    (Auswahl) halogenfrei
    sehr gute mechanische Eigenschaften
    hohe Langzeitstabilität

    Besonderheiten

    mit einem chemischen Flammschutzmittel ausgerüstet

    Typische Anwendungen sind Funktions- oder Serienteile in der Elektronik. Hier wurde PA 2210 FR diversen Tests der Vorschrift UL94 unterzogen. Weitere Anwendungen sind Serienteile in der Luft- und Raumfahrt, wo es u.a. nach FAR 25.853 getestet wurde.

    Detaillierte Informationen entnehmen Sie bitte dem Materialdatenblatt.

    Lasersintern Werkstoff Alumide

    Alumide

    basiert auf PA12
    Konsistenz pulverförmig
    Farbe metallisch-grau

    Eigenschaften 

    höhere Wärmeleitfähigkeit
    (Auswahl) elektrisch leitfähig
    hohe Steifigkeit
    leicht nachbearbeitbar (Spanen und Schleifen)

    Besonderheiten

    gefüllt mit Aluminiumpulver

    Typische Anwendungen sind sowohl Funktions- und Serienteile als auch Designteile, die metallisch anmuten sollen. Zum Bau von Lehren und Vorrichtungen ist Alumide ebenfalls geeignet.

    Detaillierte Informationen entnehmen Sie bitte dem Materialdatenblatt.

    Lasersintern Werkstoff Carbonmide

    CarbonMide

    basiert auf PA12
    Konsistenz pulverförmig
    Farbe antrazith

    Eigenschaften 

    sehr hohe Festigkeit und Steifigkeit
    (Auswahl) elektrisch leitfähig

    Besonderheiten

    carbonfaserverstärkt (gerichtete Fasern)
    je nach Achsrichtung stark unterschiedliche Eigenschaften

    Typische Anwendungen sind gewichtsoptimierte Funktionsteile mit hoher mechanischer Belastung, besondere Teile für den Motorsport sowie Objekte aus der Schmuckindustrie.

    Detaillierte Informationen entnehmen Sie bitte dem Materialdatenblatt.

    Lasersintern Werkstoff PA 2200

    EOS PEEK

    basiert aufPolyaryletherketone (PAEK)
    Konsistenzpulverförmig
    Farbemokka

    Eigenschaften 

    exzellentes Hochtemperaturverhalten
    (Auswahl)hohe Verschleißbeständigkeit
    hervorragende Chemikalienresistenz
    bestes Brand-, Rauch- und Toxizitätsverhalten

    Besonderheiten

    gute Hydrolysebeständigkeit
    potentielle Biokompatibilität
    Sterilisierbarkeit

    Aufgrund dieser außergewöhnlichen Kombination von Eigenschaften eignet sich EOS PEEK HP3 optimal für höchste Anforderungen z. B. in der Medizin, Luft- und Raumfahrt und im Motorsport. In medizinischen Anwendungen machen diese Eigenschaften den Werkstoff zu einem idealen Ersatz für Edelstahl und Titan. Und in der Luft- und Raumfahrt und im Motorsport, wo Leichtigkeit und Brandfestigkeit von größter Bedeutung sind, hat sich EOS PEEK HP3 zu einem geeigneten Metallersatz entwickelt.

    Detaillierte Informationen entnehmen Sie bitte dem Materialdatenblatt.

    Qualität

    Zufriedene Kunden als Maßstab

    Die Kundenzufriedenheit ist für uns ein direktes Maß für die Qualität unserer Arbeit. Sie auf hohem Niveau zu halten und da wo möglich weiter zu verbessern, ist unser Ansporn.
    Unser Anspruch ist es, die von Ihnen angeforderten Teile termingenau, maßhaltig und mit hochwertigen Oberflächen zu liefern. Mit regelmäßigen Investitionen in neue Maschinen, in ein optimiertes und erweitertes Werkstoffangebot sowie in eine verbesserte Verfahrenstechnik und Qualitätskontrolle legen wir die Basis, diesem Anspruch gerecht zu werden.
    Zu unserem Qualitätskonzept gehört auch der gezielte Ausbau unseres Know-hows rund um die Technologie des Lasersinterns. Die starke Kundenbindung und die hohe Kundenzufriedenheit zeigen uns, dass wir damit den für Sie richtigen Weg eingeschlagen haben.

    Dokumente & Infos

    10.2013
    Leitfaden SLS

    zur Erstellung einer Anfrage / eines Angebots für Lasersinterteile!

    10.2013
    SLS Flyer

    Alles rund ums Selektive Lasersintern

    10.2013
    Datenblatt PA 2200
    11.2013
    Datenblatt PA 2210 FR
    10.2013
    Datenblatt PA 3200 GF
    11.2013
    Datenblatt Alumide
    11.2013
    Datenblatt CarbonMide
    06.2014
    Datenblatt EOS PEEK
    UL94

    Informationen zur Vorschrift UL94. Wikipedia

    RTejournal

    Fachzeitschrift zum Thema auf dem Gebiet der generativen Fertigungstechnik - Rapid Technologie. http://www.rtejournal.de

    05.2014
    Farbmusterkarte

    Für das farbige Beflocken von Laserinterteilen.